03.05.2018
THE YAWPERS
Location: Badehaus Szimpla (Berlin)
Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr
Veranstaltungreihe: THE YAWPERS 05-18

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"The Yawpers come out of some beer-drenched hole in Denver, full of fuzzy slide guitar with one ear towards 1970s rock and roll and another towards 1960s Delta blues." Dieser lobenden Einschätzung des US-amerikanischen Musikmagazins Cosequence Of Sound können wir uns nur vorbehaltlos anschliessen. The Yawpers klingen, als hätten die Butthole Surfers zusammen mit den Cramps beschlossen, eine wilde Country- und Bluesplatte aufzunehmen. Kommenden April und Mai werden The Yawpers auch in deutschen Clubs zeigen, daß sie mit zum besten gehören, was der US-Underground zur Zeit zu bieten hat.

Ihr drittes Album "Boy In A Well" ist bereits diesen Sommer - wie das exzellente Vorgängerwerk "American Man" (2015) - auf dem legendären Chicagoer Label Bloodshot Records erschienen. Eine Plattenfirma, die seit Mitte der 90er Jahre den Grenzbereich zwischen Rock, Alternative und Country auslotet und dabei ausgesprochen geschmackssicher  Album um Album bester Qualität veröffentlicht. Werke von Acts wie Ryan Adams, Neko Case, Freakwater, Ben Weaver, Rosi Flores oder den britischen Mekons - um nur einige zu nennen.

The Yawpers verstehen es geschickt, eine hochliterarische Ader mit dirty Rock 'n'  Roll zu mischen. Der literartische Bezug steckt schon im Namen: Hat man ihren Bandnamen doch Walt Whitmans berühmter Lyriksammlung "Leaves Of Grass" (deutsch "Grashalme") entlehnt. Der Text des aktuellen Albums habe etwas mit "Frankreich im I. Weltkrieg und einer Mutter, die ihren Sohn in einen Brunnen fallen lässt", zu tun. So jedenfalls das Musikmagazin Pitchfork, das dem geneigten Hörer noch ein "good luck following the plot" hinterherschickt. Jeder Song bildet des Werkes bildet ein eigenes Kapitel und korrespondiert mit einer Zeichnung, die ihr Songwriter-Kollege JD Wilkes angefertigt hat, der auch für das Cover der Platte sorgte. "High-brow smarts with down-home stomp" nennt das der US-amerikanische Rolling Stone.

Aufgenommen wurde die Platte in Chicago von Alex Hall (JD McPherson, Pokey LaFarge, The Cactus Blossoms, The Flat Five) und Tommy Stinson (The Replacements, Bash & Pop), der als Produktionsassistent unter die Arme griff.

The Yawpers unterscheiden sich als Band auch vom üblichen Rock-Line-Up, verzichtet man doch, wie die White Stripes, auf den Bass. Die Band besteht aus dem besonders flinken Drummer  Noah Shomberg, einem E-Gitarristen, der sowohl in Blues als auch im Metal geschult ist und Jesse Parmet heisst, sowie Frontmann Nate Cook, der Gitarre spielt und singt, mal wie Elvis, mal wie Lux Interior (der verstorbene Sänger der Cramps, mal wie Jack White (der Mann hinter den White Stripes).

Die Band verfolgt eine sehr expansive Vision von Rock 'n' Roll, eine, die verschiedenste Tradition aufgreift und untermischt: Folk, Punk, Rockabilly, Alternative Country, Garagenrock, Blues - was man gerade so findet.

Wobei man The Yawpers  unbedingt live sehen sollte. In der Tradition von Bands wie den Cramps, Butthole Surfers, The Damned, MC5, Blood On The Saddle, Alex Harvey, Ween oder O`Death  stehend, überzeugen mit großem Enthusiasmus und großer Spielfreude und ihre fulminanten Liveshows sorgen nicht nur in den USA für Furore.

Künstler:
THE YAWPERS