18.09.2017
PORTUGAL. THE MAN>>ausverkauft!
Location: Muffathalle (München)
Einlass: 19:30 Uhr
Beginn: 20:30 Uhr
Veranstaltungreihe: Portugal. The Man 09-17

Mitte Juni ist das langerwartete neue Werk der Band mit dem prägnanten Titel "Woodstock" (Warner Music) erschienen. Ab 18. September sind Portugal. The Man fünfmal live zu sehen.

Das letzte P.TM-Album erschien vor mehr als drei Jahren – eine lange Pause für eine Band, die seit 2006 nahezu jährlich ein Album veröffentlichte. In guter alter Bandtradition verbrachten sie seit 2013 tatsächlich nahezu jede freie Minute mit der Arbeit an einem Album. Sie erschufen jede Menge individuelle Songs, die jedoch einfach nicht zueinander passen wollten, ganz egal, wie sie es drehten.

Bei einer Reise von Frontmann John Gourley ins heimische Alaska passierten dann zwei Dinge, die eine komplette Änderung in der Flugrichtung des Albums einläuten sollten. Da war zunächst einmal eine gute Dosis rustikale elterliche Liebe, die John von seinem alten Herrn empfing. Dieser holte John auf den sprichwörtlichen Teppich zurück oder Hundeschlitten oder wo auch immer man Leute in Alaska hinstellt, wenn man ihnen die Leviten lesen will. „Warum dauert es so lang, das Album fertigzustellen?“, sagte Johns Dad. „Ist das nicht, was Bands tun? Songs schreiben und sie dann veröffentlichen?“ 

Und dann schlug das Schicksal ein weiteres Mal sanft zu, als er den Ticketabriss seines Vaters vom legendären Woodstock Musikfestival 1969 fand. Es mag wie eine nichtige Sache erscheinen, doch die darauffolgenden Gespräche mit seinem Dad über Woodstock ’69 lösten in Johns Kopf etwas aus. Er realisierte, dass, ganz in der Tradition der Bands aus jener Ära, Portugal. The Man über die zerbröckelnde Welt sprechen mussten, die sie umgab. Diese beiden Gedanken in Einklang bringend, traf die Band eine an Wahnsinn grenzende Entscheidung: sie nahmen ihre gesamten Arbeiten der vergangenen Jahre – und schmissen sie weg.

Es war alles andere als leicht, und dann war da noch die ständige Bedrohung, dass ihr Plattenlabel sie von einem professionellen Killer um die Ecke bringen lassen könnte, aber die komplett irrwitzige Entscheidung zahlte sich aus. Mit neuem Elan ging die Band zurück ins Studio, wo sie mit John Hill („In The Mountain In The Cloud“), Danger Mouse („Evil Friends“), Mike D („Everything Cool“) und dem langjährigen Wegbegleiter Casey Bates arbeiteten (dem einzigen durchgängigen Produzenten seit dem ersten Album). In diesem neu gesteckten kreativen Territorium entwickelte sich das, was am Ende das Album „Woodstock“ werden sollte, wie von selbst.


Die Presse über das neue Album "Woodstock":

 „Tanz die Revolution! Die gesellschaftspolitischen Betrachtungen der Indie-Weirdos aus Portland gehen mächtig in die Beine.....aber dass sich Feiern und Protestieren nicht gegenseitig ausschließen müssen, wussten sie schon in Woodstock.“ (Visions 7/2017)  

Songs wie die brillante Single „Feel It Still“ oder das Neo-Glam-Stück „Live In The Moment“ sind pure Partymusik, „Tidal Wave“ klingt wie der Versuch, einen Welthit zu schreiben: simpel und spaßig.“ (Musikexpress 7/2017) 

„So ist auf »Number One« produktionstechnisch so viel los, dass dem Hörer ganz schwindelig wird. Alles ist auf der Höhe der Zeit produziert, das Schlagzeug kommt gefühlt aus dem Computer. Auf »Mr. Lonely« darf Fat Lip rappen und Sänger John Gourley seine Stimme mit Auto-Tune verzerren. Durchatmen ist aber möglich, denn die Experimente, die Portugal.The Man hier probieren, gelingen.“ (Intro 7/2017) 

John Gourleys so hohe wie verzerrte Stimme verpasst jedem Song wieder einmal einen bandtypischen, lässigen Vibe, und – was wohl das Wichtigste ist – „Woodstock“ steht einem „Church Mouth“ oder „Waiter: You Vultures!“ insgesamt in kaum etwas nach. Viele Wege führen eben nach Rom – beeindruckend, dass Portugal. The Man sogar erfolgreich den durch den Glitzersumpf nehmen können. (Eclat Magazin)


Künstler:
PORTUGAL. THE MAN
STEAMING SATELLITES